Operationen


Agelaus — 2007


Operativer Einsatz in Kooperation mit EUROPOL, der auf Minderjährige Fluggäste abzielte. Frontex koordinierte im Februar 2007 Experten aus 18 EU-Staaten, die einen Einsatzplan erarbeiteten nach dem die lokalen Behörden über vier Wochen an 27 Flughafen Minderjährige kontrollierten. Im Zuge dessen wurden zehn Erwachsene wegen Begünstigung illegaler Einreise und ähnlichen Delikten festgenommen und 43 Identitätsdokumente für gefälscht erklärt. Beteiligt waren: Tschechien, Deutschland, Frankreich, Ungarn, Italien, Lettland, Niederlande, Polen, Portugal, Schweden, Slowenien, Slowakei, Großbritannien.


Agios — 2006


Operation, bei der intensivierte Passkontrollen in spanischen Mittelmeerhäfen durchgeführt wurden, Hauptaugenmerk lag auf gefälschten Dokumenten.


Amazon I — 2006


Gemeinsame Operation an Flughäfen. Auf eine Risikoanalyse gestützt, fand diese Operation vom 1. bis zum 22.11.2007 an den großen internationalen Flughäfen der EU statt (Rhein-Main-Flughafen, Madrid, Barcelona, Lissabon, Paris, Amsterdam, Mailand und Rom). Ziel war die Identifizierung von MigrantInnen aus Südamerika, zu diesem Zweck wurden 29 Experten für gefälschte Dokumente eingesetzt. In Warschau wurde zur Unterstützung ein Koordinierungszentrum eingerichtet. 3.166 Drittstaatenangehörigen wurde die Einreise verweigert, 199 gefälschte Dokumente wurden entdeckt.


Amazon II — 2007


Wiederholung von Amazon I vom 19.2.2007 bis zum 9.3.2007


Ariadne


Kooperationsprojekt zwischen Deutschland, Polen und der Ukraine


Assistance


keine Informationen vorhanden.


Drive In


Projekt an der slowenisch-kroatischen Grenze


FIFA06


Auf Grundlager einer Risikoanalyse wurde Frontex vom 9.6.2006 bis zum 9.7.2006 hauptsächlich an großen Flughäfen aktiv, um irreguläre Migration angesichts der WM 2006 in Deutschland zu stoppen. Teil der Operation war die Erprobung der Echtzeitkommunikation zwischen den nationalen Grenzschutzbehörden und der Informationsgewinnung über Migration angesichts von Sportgroßereignissen. Beteiligt waren: Deutschland, Griechenland, Italien, Spanien, Frankreich, Slowenien, Slowakei, Polen, Österreich, Ungarn, Großbritannien, Tschechien.


Five Borders


Kooperationsprojekt zwischen dem Grenzschutz Polens, der Slowakei, Ungarns und Rumäniens einerseits und der Ukraine andererseits, vereinbart im Juni 2007.


Focal Point Offices I, II


Projekt, um die operationelle Kooperation an der EU-Außengrenze durch den Austausch von Beamten durch die Focal Point Offices zu verbessern. Beteiligt: Österreich, Tschechien, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Ungarn, Italien, Lettland, Polen, Slowenien, Slowakei


Gordius — 2007


Zweiwöchiger Operativer Einsatz unter der Leitung von Frontex vom 16. bis 29. April 2007, bei dem 31 Beamte aus 14 Mitgliedsstaaten in Österreich, Ungarn, der Slowakei und Rumänien auf Grund einer „Risikoanalyse“ Reisende aus Moldawien kontrollierten. Dabei kam auch ein CO2-Detektor aus UK zum Einsatz, um in Fahrzeugen versteckte Personen zu entdecken. 109 Personen wurde während des Einsatzes der Versuch der bzw. illegale Einreise vorgeworfen. Weiter beteiligt waren: Bulgarien, Tschechien, Finnland, Frankreich, Deutschland, Lettland, Polen, Portugal, Slowenien, Spanien und Großbritannien.


Hera I — 2006


Ab 17.7.2006 wurden neun Experten auf den Kanaren eingesetzt, um den spanischen Grenzschutz bei der Identifizierung von Flüchtlingen und der Ermittlung ihres Herkunftslands zu unterstützen. Eine weitere Gruppe aus neun Experten führte diese Operation fort. Am 19.9.2006 wurde diese Arbeit von einem elfköpfigen Team fortgesetzt. Resultat der Operation war die Abschiebung von 6.076 MigrantInnen in ihre v.a. westafrikanischen Herkunftsländer. Frontex führt auch an, durch Interviews Fluchthelfer im Senegal identifiziert und festgenommen zu haben, was rund 1.000 Menschen davon abgehalten haben soll, in See zu stechen.


Hera II — 2006


Die gemeinsame Meerüberwachungsaktion startete am 11. August 2006. Sie war mit Überwachungstechnik aus den verschiedenen Mitgliedsstaaten ausgestattet. Hauptziel war, die Migrationsroute zu den Kanaren zu unterbrechen und dadurch „Leben zu retten“. Die Überwachungsaktion fand in den Hoheitsgewässern von Senegal und Mauretanien unter Kooperation dieser Staaten statt. Die Operation wurde bis zum 15.12.2006 fortgeführt, sie kostete 3.5 Mio Euro. 3887 MigrantInnen in 57 Booten sollen abgefangen worden sein. Die Operation umfasste Schiffe, Hubschrauber und Helikopter.


Hermes — 2007


Seeoperation zur Abschottung der Balearen und Sardinien. 18. September bis 10. Oktober 2007, Kosten: 2.100.000 €


Hydra — 2006


11 Grenzbeamte kontrollierten vom 11.4 bis 11.5.2006 unter der Leitung von Frontex bei diesem operativen Einsatz an 22 europäischen Flughäfen Reisende aus China, von denen 291 als „illegal“ eingestuft wurden. Beteiligt waren Österreich, Deutschland, Spanien, Finnland, Frankreich, Italien, die Niederland und Großbritannien.


Illegal Labourers — 2006


Aufgrund einer Risikoanalyse von Frontex kontrollierten Beamte aus Österreich, der Tschechischen Republik, Deutschland, Ungarn, Italien, Polen, der Slowakei, Slowenien und Spanien die östlichen Schengen-Grenzen. Die erste Phase um Weihnachten 2006 konzentrierte sich über ausreisende Drittausländer, deren Dokumente überprüft wurden, ob sie oder die Eintrittsstempel gefälscht waren oder sie ihr Visum überschritten hatten. Die zweite Phase Anfang 2006 richtete sich gegen Personen, die in die EU/den Schengen-Raum einreisen wollten.


Kras


Projekt an der slowenisch-kroatischen Grenze


Long Stop


keine Informationen vorhanden.


Minerva — 2007


Seeoperation zur Abschottung der südspanischen Küste (Ceuta, Algeciras, Almeria) gegenüber TransitmigrantInnen aus Marokko. 16. August bis 14. September 2007, Kosten: 450.000 €. Sollte ursprünglich Pandora heißen, aber das war dann doch zu deskriptiv.


Nautilus I — 2006


Kombinierte Operation zur Abschottung von Malta und Lampedusa inklusive Abschiebung der abgefangenen MigrantInnen. Die Operation startete am 1. August 2006, ein Team aus Experten identifizierte MigrantInnen auf Malta und führte rund 300 Befragungen durch, um das Herkunftsland zu bestimmen und Abschiebungen zu ermöglichen. Beteiligt: Großbritannien, Dänemark, Ungarn, Deutschland, Italien
Zwischen dem 5. und 15. Oktober 2006 fand zudem eine gemeinsame Seeoperation statt, um die südlichen Meeresgrenzen der EU zu überwachen und Migrationsrouten von Libyen nach Malta und Lampedusa zu unterbrechen. Beteiligt: Malta, Italien, Griechenland, Frankreich, Deutschland


Nautilus II — 2007


Fortsetzung von Nautilus 2006 vom 25. Juni bis zum 27. Juli 2007 und 10. bis 28. September 2007.
gescheitert.


Niris — 2006


Operativer Einsatz an baltischen Flug- und Seehäfen sowie Grenzübergängen, der sich 2006 besonders gegen Reisende aus China und Indien richtete. Insgesamt 579 von ihnen wurden befragt, elf Menschen wurden dabei v.a. an Flughäfen zurückgewiesen, zwei mutmaßliche Schlepper festgenommen.


Northern Lights


Projekt an der finnisch-russischen Grenze


Poseidon I — 2006


Operativer Einsatz von Beamten aus Italien, Griechenland, Polen und UK im östlichen Mittelmeer und an den Landgrenzen nach Griechenland. Während des zweiwöchigen Einsatzes wurde 422 Menschen die illegale Einreise vorgeworfen.


Poseidon II — 2007


Dieser operative Einsatz umfasste wesentlich mehr Beamte aus mehr Mitgliedsstaaten sowie umfangreiches Material einschließlich Flugzeugen, CO2- und Herzschlagdetektoren. Allein in der ersten Phase Mai Juni wurden 910 Migranten auf See angehalten und ihre Einreise für illegal erklärt, 88 wurden zurückgeführt und 194 Identitätsdokumente als gefälscht deklariert, sowie 13 mutmaßliche Schlepper festgenommen. In der zweiten Phase Anfang Juli wurden auch die Landgrenzen intensiv überwacht: 673 Migranten wurden auf See aufgegriffen (248 von ihnen in die Türkei zurückgeführt) und 545 an der grünen Grenze. 75 weiteren wurde der Übertritt verwehrt. 31 mutmaßliche Schlepper wurden festgenommen aber nur fünf Fälle gefälschter Dokumente registriert. Die betroffenen Reisenden kamen überwiegend aus Irak, Afghanistan, Palästina, Somalia und Pakistan, die mutmaßlichen Schlepper aus Griechenland, der Türkei und Albanien. Beteiligt: Europol, Österreich, Griechenland, Italien, Polen, Großbritannien. 1. Phase: 15. Mai bis 3. Juni 2007, 2. Phase: 26. Juni bis 15. Juli 2007, 3. Phase: 18. September bis 7. Oktober 2007.


Thermopile


Kooperationsprojekt zwischen Litauen, Lettland und Weißrussland


Torino — 2006


Ähnlich wie in der Operation FIFA06 wurden vom 3. bis zum 26.2.2006 Flughäfen verstärkt überwacht, um Personen, die zu den Olympischen Winterspielen in Turin reisten. Beteiligt: Deutschland, Spanien, Frankreich, Italien, Niederland, Großbritannien.


Zeus


Operativer Einsatz an Flug- und Seehäfen zur Identifikation und Festsetzung von Transportangestellten, die ihre Visa missbrauchen. Beteiligt waren: Deutschland, Frankreich, Italien, Finnland, Spanien, Malta, Niederlande, Polen, Lettland, Portugal, UK.


Zorba


keine Informationen vorhanden.